Regula Viatorum


Die Pilgerregel




1. Der Orden

Der Ordo Viatorum ist ein Zusammenschluss von Personen, die auf der ernsthaften Suche nach transzendenter Wahrheit und spiritueller Wirklichkeit frei zu bleiben begehren von irdischen Strukturen und menschlichen Autoritäten und allein ihrem transzendenten Meister folgen, wie er sich offenbart in ihnen selbst und in dem, was ihnen begegnet und was sie nach ihrem und seinem Willen lehrt in Schriften, Personen und Gegebenheiten.



2.Der Name des Ordens

Der Orden trägt den Namen Ordo Viatorum (zu Deutsch Pilgerorden, denn wer dem Pilgerorden angehört, ist stets unterwegs zu seinem transzendenten Ziel. Wer nicht beständig auf dem Weg ist, wer auf der Suche nach spiritueller Weiterentwicklung stehen geblieben ist, kann kein Mitglied des Ordens sein. Viatoren bleiben nicht an Zielen, Dingen, Wesen und Orten dieser Welt kleben. Sie sind unterwegs von Belehrung zu Belehrung, von Zwischenziel zu Zwischenziel, immer im Bewusstsein, dass dieses Leben nur eine Teilstrecke des langen Weges ist. Aber sie irren nicht ziellos umher wie Vagabunden, sondern sind unterwegs, um auf je einem der vielen Wege zum großen Pilgerziel zu gelangen, das sie nie aus den Augen verlieren.



3.Die Organisation

Die Organisation des Ordens ist nicht auf dieser Welt gebildet. Der transzendente Meister allein kennt Position und Ort jedes einzelnen Ordensangehörigen und weiß um ihre Ränge, Verdienste und Würden. Es gibt deshalb keine diesseitigen Hierarchien und keine Institutionen, die alle Ordensangehörigen vereinen. Es gibt keine Funktionen wie einen Vorsitzenden, einen Schatzmeister oder Sekretär. Es gibt keinen gemeinsamen Besitz, keine Niederlassung, keine Form von gemeinsamer Infrastruktur. Der Orden besteht aus einzelnen Personen, die sich in dem in dieser Regel genannten Sinne des Ordens würdig erweisen und die sich dieser Regel und den Gelübden verpflichtet fühlen.



4.Die Mitgliedschaft

Niemand kann die Mitgliedschaft erwerben, niemand dem Orden beitreten, jedoch jeder jederzeit austreten. Wer reinen Herzens nach der transzendenten Wahrheit strebt, ist bereits Mitglied des Ordens. Wer sich zu den Grundsätzen des Ordens bekennt, aber nicht wirklich auf dem Pfad ist, hat sich dem Orden noch nicht angeschlossen. Viatoren, die sich ihres Weges bewusst geworden sind, sind solche, die sich an die Ordensregel und die Gelübde halten. Sie werden als praktizierende Pilger bezeichnet.

Praktizierende Viatoren, die in grober Weise oder wiederholt gegen die Ordensregeln verstoßen, mögen von anderen nicht mehr als Viatoren betrachtet werden. Wer von einem anderen Viator nicht als Viator betrachtet wird, wird darüber mit ausführlicher Begründung informiert und kann sich dazu äußern. Auch andere Viatoren können über den Vorgang informiert werden, jedoch niemals öffentlich und immer nur bilateral. Es finden keine Tribunale statt. Ein Ausschluss kann nicht erfolgen.



5.Das Verhalten der Viatoren unter­einander

Ordensangehörige sind an keine Anweisungen eines anderen Ordensangehörigen gebunden, den sie nicht selbst als Lehrer akzeptiert haben. Sie übernehmen selbst die volle Verantwortung für ihr Handeln, Reden und Denken und den spirituellen Pfad, den sie gehen. Ordensangehörige begegnen einander mit Respekt und versuchen, voneinander zu lernen. Sie erkennen im jeweils Anderen die Manifesta­tion des Transzendenten, das sie lehren und bereichern will. Viatoren unterstützen einander in besonderer Weise und leisten einander selbstlos Hilfe, wo immer diese Hilfe benötigt wird. Viatoren, die diese
oder andere Privilegien zu eigennützigen Zwecken missbräuchlich für sich in Anspruch nehmen, werden auf die metaphysischen Folgen ihres Verhaltens hingewiesen und in wiederholten oder schwerwiegenden Fällen nicht mehr als Viatoren angesehen.



6.Geheimhaltung

Die Existenz des Ordens und seine Regeln sind nicht notwendig geheim. Die eigene Zugehörigkeit zum Orden, noch mehr aber die eines Anderen ist jedoch niemandem zu offenbaren, es sei denn diese Person ist mit Sicherheit ebenfalls Viator. Es gibt keine Mitgliederlisten. Es gibt keine öffentlichen Funktionen wie einen Sprecher des Ordens. Es gibt für Ordensangehörige keine Möglichkeit, über den Orden öffentlich zu sprechen, zu schreiben oder zu berichten. Niemandem soll es möglich sein, sich mit der Ordenszugehörigkeit zu brüsten oder vorzugeben, den Orden nach außen hin zu vertreten oder nach innen hin zu führen. Ein Verstoß gegen die Geheimhaltungsregel, der nicht durch besondere Umstände gerechtfertigt ist, kommt der Erklärung gleich, kein Ordensangehöriger zu sein.



7.Die Religionen

Ordensmitglieder gehören keiner bestimmten Religion an. Wenn sie sich zu einer Religion bekennen, so respektieren und achten sie zugleich andere religiöse Traditionen. Die Regeln, Gelübde und Unterweisungen des Ordens entstammen dem Fundus aller religiösen Traditionen, die sich zu einer Gesamtsicht auf die Transzendenz vereinigen lassen und in ihrem Wesen nicht trennend sind. Der Orden versteht sich nicht als Hüter der einzelnen spirituellen Traditionen, sondern als das Destilliergefäß, in dem die Essenz aller spirituellen Traditionen immer wieder gereinigt, gemischt und getestet, in neue Formen gegossen und so auf die Krankheiten der Zeiten und Umstände angewandt wird, ohne dabei ihren tiefsten Gehalt zu verwässern oder zu verschmutzen. Viatoren bemühen sich aktiv darum, diese beste Essenz aller spirituellen Lehren zu finden.



8.Die gemeinsamen Lehren

Ablehnung des Dogmas

Viatoren sind Anhänger einer Erfahrungsreligiosität, in der nur solche Sätze eine Gültigkeit besitzen, die aus prüfbaren Erfahrungen stammen und deren Prüfung jeder Einzelne potentiell vornehmen kann. Dogmen haben deshalb für sie keinen Wert. Das einzige Dogma des Ordens lautet, dass es keine Dogmen gibt. Er verurteilt jedoch niemanden, der noch Dogmen benötigt, um seine Spiritualität zu leben, aber er ermutigt jeden, offen zu sein für die unvoreingenommene Erfahrung der spirituellen Wunder. Es gibt deshalb keine gemeinsame Lehre in ausführlicher Form. Viatoren dürfen jedoch einzeln oder gemeinsam ihre spirituellen Überzeugungen lehren und publizieren, sofern sie dabei mit den Ordensregeln über­einstimmen.


Gemeinsame Grundlage

Alle Viatoren glauben daran, dass sie selbst zur Höherentwicklung ihres Geistes berufen sind. Sie glauben daran, dass das Ziel dieser Höherentwicklung transzendent ist. Sie glauben daran, dass ihr Ziel darin besteht, das mystische Bewusstsein zu erreichen, das beispielsweise als Unio mystica, Nirvikalpa-Samadhi oder Dharmakaya bezeichnet wird. Sie glauben, dass auf diesem Weg Nächstenliebe und Verbundenheit mit der transzendenten Welt untrennbar sind. Sie glauben daran, dass die Verhaftung an die Oberfläche dieser Welt und an das eigene Ego das Durchdringen in die Tiefe der transzendenten Welt verhindert. Sie glauben daran, dass in vielen spirituellen und esoterischen Traditionen Wissen auf uns herabgekommen ist, welches uns ermöglicht, den Weg zu diesen Zielen zu finden, und dass alle diese Wissensschätze respektiert werden sollten. Sie glauben daran, dass eine Synthese bestimmter Elemente dieser Traditionen legitim und richtig ist, wenn nicht das Original und sein Destillat verwechselt, sondern scharf gesondert werden. Sie praktizieren entsprechend dasjenige Destillat, das jedem und jeder Einzelnen von ihnen angemessen ist, und das sich im Kristallisationspunkt der gemeinsamen Gelübde mit den Destillaten anderer Ordensangehöriger vereint, da ihre Gelübde sich an den Tugenden und Vorschriften der edelsten dieser Traditionen orientieren.



9.Einführung in den Orden

Die Einführung in die Regeln und die Gelübde des Ordens und in die spirituellen Praktiken, die den Kern des jeweiligen spirituellen Pfades der Viatoren ausmachen, erfolgt durch einen oder eine erfahrene(n) Monostib. Die Einführung erfolgt nur, wenn die betreffende Person zuvor zu erkennen gegeben hat, dass sie dies wünscht. Niemand darf ohne eigenen Wunsch nach spiritueller Unterweisung in die Prinzipien des Ordens eingeführt werden.


Der Ordensangehörige, der die Einführung vornimmt, ist der Wegführer des neuen Angehörigen (Monstrator), solange dieser keinen anderen als Lehrer bestimmt oder auf einen Lehrer verzichten möchte. Der Wegführer hat dafür Sorge zu tragen, dass der Schüler die Regeln und Gelübde sowie seine eigenen speziellen spirituellen Unterweisungen sorgfältig studiert und versteht und in seinem Verstehen Fortschritte macht. Der Wegführer gibt dem Schüler eine Empfehlung für den Zeitpunkt des Ablegens der Gelübde.



10.Das Ablegen der Gelübde

Die anfänglichen Gelübde sind solche, die nur dem Vorsatz nach genommen werden. Diese dienen zur Orientierung und Einübung. Sie werden das erste Mal möglichst in Anwesenheit eines Wegführers des Ordens oder ersatzweise mit seiner Bestätigung abgelegt, danach wöchentlich mit der Formulierung „Ich erstrebe… “


Die verpflichtenden Gelübde werden abgelegt, sobald der Geführte ihren Sinn zu verstehen gelernt und sie einzuhalten bereit ist. Sie werden das erste Mal möglichst in zeremoniellem Rahmen in Anwesenheit eines Wegführers des Ordens oder ersatzweise mit seiner Bestätigung abgelegt. Die Gelübde werden wöchentlich mit der Formulierung „Ich gelobe… “ rezitiert, wobei auch über ihre Einhaltung vor sich selbst und gegebenenfalls den anderen Viatoren Rechenschaft abzulegen ist.



11.Die drei Leuchtfeuer

Drei Prinzipien leuchten dem Pilger voran und zeigen ihm stets den Weg. Bewahre sie deshalb stets im Geist und suche nach ihnen in allem Denken und Tun. Alle Gelübde, die der Viator nimmt, sind auf diese drei Großen ausgerichtet.


Rechte Bindung

In der Religion binden wir uns an unseren Ursprung. Diese Bindung möge unsere einzige sein. Indem wir diese einzig rechte Bindung stärken und festigen, werden wir von unserem Ursprung gehalten und geführt.


Echte Entsagung

Entsagung ist das Aufgeben alles dessen, was an die materielle Welt bindet, allem voran die eigene Ichhaftigkeit. Nur wer sich dieser Verhaftung in tiefgründiger Weise und ohne Rest entledigt, vermag in dieser Welt nicht von dieser Welt zu sein.


Stetige Praxis

Nicht das Nachdenken und Meinen, sondern die innere und äußere Übung bringen uns auf den Pfad. Stetig sollen wir uns mühelos bemühen und in tiefster Ruhe eifrig voranschreiten.



12. Vier Arten von Ordens­angehörigen

Viatoren unterscheiden sich nicht durch ihre Position oder Aufgaben in dieser Welt und nicht durch ihre religiöse Anschauung, sondern durch die Form ihrer Ordenszugehörigkeit. Diese stellt keine Hier­archie dar. Sucher werden als nicht-praktizierende, die anderen als praktizierende Ordensangehörige bezeichnet.


Sucher (Quaesitor)

Wer aus vollem Herzen nach spiritueller Wahrheit strebt, ist Sucher, gleich ob er dem Orden bewusst angehört oder nicht, ob er einen Lehrer hat, der praktizierender Ordensangehöriger ist, oder nicht.


Geführte (Tiro oder Ducendus)

Viatoren, die sich an den Gelübden und Ordensregeln orientieren, ohne sie als verpflichtend anzusehen, und dabei den Pilgerweg zu gehen lernen wollen, werden Geführte genannt, gleich ob sie sich von einem Viator oder direkt vom transzendenten Meister führen lassen.


Alleingeher (Monostibes)

Viatoren, welche die Gelübde als verpflichtend betrachten, werden Monostiben (Alleingeher) genannt, weil sie den Pfad durch den Wald des Lebens alleine zu gehen vermögen. Sie gleichen Priesterinnen und Priestern, die die Würde ihrer Priesterschaft in sich und nicht nach außen tragen, Mönchen und Nonnen, die ihre Klausur im Herzen tragen, wandernden Sufis oder Ngakpas, die der Welt entsagen, um dennoch weiter in ihr als Diener und Agenten des transzendenten Meisters zu leben und dabei beständig die Verbindung zu ihm (oder ihr) zu wahren.


Wegführer (Monstrator)

Ein Wegführer ist ein Alleingeher, dem der transzendente Meister Schüler geschickt hat, die er zu unterweisen und für deren spirituellen Weg er Verantwortung zu tragen hat. Jemand ist nur Wegführer, sobald und solange er Schüler hat. Sobald er diese an das Ziel gebracht hat, zu dem er sie führen konnte, ist er nicht mehr ihr Wegführer. Solange jemand der Geführte eines Wegführers ist, sollte er zum eigenen Schutz und Nutzen den Pfad in genau der Weise gehen, die ihm der Führer erläutert. Solange jemand der Wegführer eines Geführten ist, muss er dafür Sorge tragen, dass der Geführte das Ziel nicht verfehlt, das ihm zu erreichen möglich ist.



13. Praxiswege

Pilger bewegen sich auf dem gesamten Netz weit verzweigter Hauptrouten, breiter Wege und enger Pfade, das die Menschheit mit der Hilfe des Göttlichen in Jahrtausenden anlegte, um sich Ihm zu nähern. Die Hauptrouten bilden die esoterischen Weisheiten der großen Religionen der Menschheit. Die breiten Wege bilden die kleinen religiösen Traditionen, das Wissen esoterischer Gemeinschaften und hermetischer Traditionen und der Stammesreligionen in ihrem numinosen Kern. Die schmalen Pfade, die allein nur selten ausreichen, um ans Ziel zu gelangen, bilden die spirituellen Methoden, die sich als einzelne Techniken, als einzelne Übungsweisen unabhängig von ihrer Quelle verbreitet haben.


Da jeder Pilger von einem anderen Ort seinen Weg antritt, muss jeder Pilger seine eigene Pilgerreise über einen oder mehrere dieser Wege finden. Jeder Weg ist ein Pilgerweg, der auf die Transzendenz hin führt und nicht allein zu diesseitigen Zielen, der auf die innere Weiterentwicklung der Person und das Gute für alle Wesen gerichtet ist und nicht darauf, stehen zu bleiben oder Schaden anzurichten.


Jeder Pilgerweg wird andere Bedingungen aufweisen und eine andere Haltung erfordern, wird andere Anforderungen stellen und zu einer anderen Übung führen. So wird es Pilgerwege geben, auf denen der Pilger zunächst die Herrschaft über den Körper erlangen muss, um voranzukommen. Man wird solche Pilger als Asketen bezeichnen. Zu ihnen gehören die Hatha-Yogins, die Fakire und die christlichen Asketen. Es wird Pilgerpfade geben, auf denen der Pilger als Botschafter zwischen dieser und jener Welt hin und her wandert. Man wird solche Pilger als Propheten bezeichnen, wozu die Schamanen, manche Magier und manche Geistmedien zählen. Manche Pilger gehen einen Weg des verstehenden Intellekts, in dem sie ihn umbilden, um seiner spirituellen Aufgabe gerecht zu werden wie die Jnana-Yogis, manche einen Weg der aufopferungsvollen Liebe zu Gott wie die Bhakti-Yogis, manche einen Weg des selbstlosen Dienstes am Nächsten und an der Aufgabe in der Welt wie die Karma-Yogis.


Niemals jedoch gehen Viatoren einen Pfad, der sich spirituell gibt, jedoch auf irdisches Glück, auf die Stärkung des Egos und das Bewirken von Schaden für Andere gerichtet ist. Solche Personen werden Hexer oder Hexen genannt. Niemand kann einen solchen Pfad gehen und zugleich Viator sein.



14. Die Lebensform

Die Ordensangehörigen leben, wie es ihnen selbst entspricht. Wer das Bedürfnis hat, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen, wird sich zurückziehen, wer das Bedürfnis hat, in Gemeinschaft, Partnerschaft oder Familie zu leben, wird in Gemeinschaft, Partnerschaft oder Familie leben. Da jeder den Weg zu gehen hat, der ihm in dieser Existenz aufgegeben ist, kann es nicht eine Lebensform für alle geben. Deshalb leben die meisten Viatoren in der Welt und mit der Welt. Da jeder Viator für sich selbst Verantwortung trägt, ist er für seinen Lebenserwerb und Lebensstil alleine verantwortlich.


Das Leben der praktizierenden Ordensangehörigen muss sich allerdings der besonderen Verpflichtungen, die sie eingegangen sind, unterordnen. Sie sollten sich also einem Lebenserwerb und Lebensstil widmen, der anderen Wesen nicht bewusst Schaden zufügt, der Zeit und Muße zur Kontemplation lässt und in keiner Weise in Widerspruch zu den Gelübden gerät. Viatoren praktizieren ihre Spiritualität täglich oder noch besser unablässig und bemühen sich darum, ihr ganzes Leben ohne irgendeinen Ausschluss zur spirituellen Übung zu machen. Wenn Viatoren gemeinschaftlich leben, beschließen sie eine Gemeinschaftsregel, die sich dem Geist und Sinn nach mit dieser Ordensregel und den Gelübden in vollem Einklang befindet.


Besondere Übung der Nächstenliebe

Die besondere Übung der Nächstenliebe besteht in dem Auftrag, stets für die Bedürfnisse und Not anderer Wesen offen zu sein und ihnen Abhilfe zu schaffen. Viatoren bemühen sich darum, von Fremden ansprechbar zu sein und von sich aus zu sehen, in welcher Weise sie anderen nützlich und hilfreich sein können. Sie überwinden die Anonymität der Großstädte und die Verschlossenheit der Landbewohner. Sie bemühen sich, immer wieder neue Wege zu finden, um anderen Wesen kleine Freuden oder großen Nutzen zu bringen.


Erkennungszeichen

Weil der Viator in der Welt lebt, wird ihn nichts Äußerliches von denen unterscheiden, unter denen er lebt. Der Orden kennt deshalb kein eigenes Gewand. Jedoch wird jedem Viator empfohlen, ein rituelles Gewand von beliebiger Form und Farbe zu besitzen, um sich in Andacht und Ritus in besonderer Weise zu kleiden. Erkennungszeichen wie das Emblem des Ordens dürfen als Schmuckstück und in anderer dezenter Form getragen und verwendet werden.


Da der Orden keine feste Organisation kennt, ist jeder ein Viator, dessen Herz sich nach der spirituellen Wahrheit sehnt. Wer in einem anderen diese Sehnsucht erkennt, der erkennt in ihm ein Mitglied der großen Gemeinschaft der Viatoren.